Neue Atemschutzgeräteträgerin im OV Pfungstadt

Das THW Pfungstadt hat eine weitere Atemschutzgeräteträgerin dazugewonnen. Nach zwei intensiven Wochenenden bei der Bereichsausbildung Atemschutz ist die Helferin nun ausgebildet, Atemschutzgeräte wie Filtermaske oder Pressluftatmer im Einsatz einzusetzen.

Die "Strecke" bei der Feuerwehr in Rüsselsheim

Das THW Pfungstadt hat eine weitere Atemschutzgeräteträgerin dazugewonnen. Nach zwei intensiven Wochenenden bei der Bereichsausbildung Atemschutz ist die Helferin nun ausgebildet, Atemschutzgeräte wie Filtermaske oder Pressluftatmer (PA) im Einsatz einzusetzen. Für das THW ist diese Qualifikation besonders wichtig, um Helfer/innen in Situationen zu schützen, in denen die Atemluft nicht sauber oder nicht in ausreichender Menge vorhanden ist, wie zum Beispiel bei Aufräumarbeiten nach einem Brand, wo gesundheitsschädliche Partikel in der Luft schweben oder aufgewirbelt werden.

Bei der Bereichsausbildung Atemschutz lernen die THW-Kräfte nicht nur die theoretischen und praktischen Grundlagen für Einsätze unter Atemschutz, sondern müssen auch ihre körperliche und mentale Eignung beweisen sowie eine theoretische und praktische Prüfung ablegen.

Körperliche und mentale Belastbarkeit nötig

Neben einigen weiteren Punkten ist eine gesonderte ärztliche Tauglichkeitsuntersuchung Voraussetzung zur Teilnahme an der Ausbildung. Außerdem werden in den 32 Lehrstunden mehrere Belastungsübungen absolviert, bei denen die Teilnehmer in realitätsnahen Szenarien auf die Probe gestellt werden. Das Gewicht der Ausrüstung ist dabei nicht zu unterschätzen, genauso wenig wie die Hitzeentwicklung bei körperlich anstrengender Arbeit in voller Schutzkleidung. Abgesehen von körperlicher Fitness sind auch Stresstoleranz und Verantwortungsbewusstsein gefragt.

Ein Höhepunkt der Ausbildung und die wohl größte Herausforderung ist der sogenannte Streckendurchgang, der meist bei einer Feuerwehr — diesmal in Rüsselsheim — durchgeführt und auch bewertet wird. Die „Strecke“ ist ein Parcours mit Engstellen und Hindernissen, der mit der stählernen Druckluftflasche auf dem Rücken zu bewältigen ist. Dabei arbeiten immer zwei Helferinnen als Trupp zusammen und unterstützen sich gegenseitig, zum Beispiel wenn die Druckluft-Flasche mit Tragegestell vor einer engen Röhre abgesetzt werden muss. 

Frisch ausgebildete Atemschutzgeräteträger im Regionalbereich Darmstadt

Insgesamt haben 15 Helferinnen und Helfer aus verschiedenen Ortsverbänden im Regionalbereich Darmstadt den Lehrgang absolviert; 13 davon haben die Eignung erworben. Um die Befähigung zum Tragen des Atemschutzes aufrecht zu erhalten, sind nach Abschluss der Bereichsausbildung Atemschutz jährlich bestimmte Bedingungen zu erfüllen, unter anderem ein erneuter Streckendurchgang und eine Unterweisung. Auch ein Einsatz oder eine Atemschutzübung mit PA sind Pflicht. 

Obwohl den Prüflingen viel abverlangt wurde, konnten die Ausbilder am Ende beim Überreichen der Urkunden in zufriedene Gesichter blicken — und noch einen guten Rat mit auf den Weg geben: 

Tragt das Gelernte weiter in eure Ortsverbände und bleibt dran.


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