Übungszenario: Personensuche zwischen Schutthalden

Am Freitagnachmittag wird das THW Pfungstadt zu einem Einsatz alarmiert. Stichwort: „Einsatzbereitschaft zur Unterstützung des THW OV Viernheim herstellen“. Vor Ort im OV Pfungstadt wird alles auf die Fahrzeuge geladen, was im Einsatz benötigt wird – und darüber hinaus für diesen speziellen Einsatz noch Verpflegung und Feldküchen-Equipment.

Doch die Fahrt zum Einsatzort ist überraschend kurz — es geht zu einer Übung auf das Gelände der ehemaligen Pfungstädter Brauerei, das inzwischen eine Großbaustelle ist. Zwischen halb abgerissenen Gebäuden und Schutthaufen verschafft sich der Zugtrupp des THW Pfungstadt einen Überblick. Danach beginnen die Arbeiten: Um die Großübung für das THW Viernheim vorzubereiten, stellen die Pfungstädter THW-Helfenden aus den Fachgruppen Notversorgung und Bergung unter der Leitung des Zugtrupps überall an den Übungsstellen Beleuchtung. 

Ein paar THW-Helfer aus Viernheim sind ebenfalls bereits als Statisten vor Ort und verstecken sich, um später als vermisste Personen gefunden und gerettet zu werden.

Mithilfe der Netzersatzanlage werden die letzten Winkel ausgeleuchtet

In den verlassenen Gebäuden der Brauerei hängen Ketten oder Metallschienen von den Decken, im Boden klaffen Löcher. Während die Sonne untergeht, beginnen die Viernheimer THW-Kräfte, die inzwischen mit sieben Fahrzeugen eingetroffen sind, mit der Erkundung. Die Pfungstädter Helferinnen und Helfer leuchten noch die letzten Ecken aus. Die Energie dafür liefert die NEA (Netzersatzanlage), die im Zentrum der Stromversorgung steht. 

Die Personensuche — das Ziel der Übung — läuft auf Hochtouren. Jetzt gilt es für Pfungstadt, die Verpflegung für alle Helfenden vorzubereiten. Aufgetischt werden im Versorgungszelt Würste (auch vegetarische) und Brötchen. Doch bis die Suche abgeschlossen und alle vermissten Personen gerettet sind, vergehen einige Stunden. Das liegt daran, dass die Helfenden aus Viernheim sich an vielen Stellen zuerst Zugang zu den vermissten Personen verschaffen müssen. Dafür hat der Ortsverband alle nötigen Geräte mitgebracht. Darüber hinaus hilft die Fachgruppe Ortung mit Suchhunden, die Vermissten aufzuspüren.

Am Ende der Übung treffen sich alle Helfer zum Essen und gemeinsamen Abbauen. Die THW Ortsverbände Pfungstadt und Viernheim danken allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Aus Pfungstadt waren 16 Helfer an der Übung beteiligt, insgesamt etwa 50.

Hier geht's zur Berichterstattung des OV Viernheim.


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