1962

 

Es ist der 22. August 1950 in Bonn, Otto Lummitzsch (Gründer des Technischen Hilfswerks) erhält vom ehemaligen Bundesminister des Inneren Gustav Heinemann den Auftrag, eine „zivile Schutzeinrichtung“ ins Leben zu rufen. Damit wurde der Grundstein zur Gründung des Technischen Hilfswerks (THW) gelegt.

Elf Jahre und vier Monate später im knapp 200km entfernten Pfungstadt, durch die Initiative des damaligen Bürgermeisters Gunkel, des Leiters des städtischen Bauamts, Wilhelm Felgendreher sowie sieben weiteren Helfern gelang es, dass der THW Ortsverband in Pfungstadt am 01. April 1962 gegründet werden konnte. Wilhelm Felgendreher wurde zum ersten Ortsbeauftragten bestellt.

Die erste „Unterkunft“ war ein Kellerraum der Lessingschule in Pfungstadt, in dem der neue Ortsverband mit seiner Arbeit begann. Ganz vorne stand dabei die Ausbildung im Bergungsdienst, da zwei Monate zuvor eine schreckliche Sturmflut die Nordseeküste heimsuchte. Der Kellerraum wurde von der Stadt Pfungstadt zur Verfügung gestellt, welche auch die Miet-, Strom- und Heizungskosten trug.

1964

Durch die stetig steigende Zahl neuer Helfer und durch das handwerkliche und technische Gerätschaften, welches der Orstverband nach und nach bekam, wurde der Kellerraum in der Lessingschule schnell zu klein. Dazu erwies sich der Kellerraum wegen der zu hohen Feuchtigkeit als ungeeignet zur Lagerung der Geräte.

Spätestens am 3. Juli 1964, als der Ortsverband mit einem gebrauchten Mannschaftslastwagen (MLW) sein erstes Einsatzfahrzeug erhielt, wurde der Entschluss gefasst, eine neue Unterkunft zu bauen. Die erste Hürde, diesen Plan zu verwirklichen, wurde genommen als die Stadt Pfungstadt das Gelände neben dem Sportplatz zur Verfügung stellte.

1966

Obwohl die finanzielle Lage mehr als entmutigend war - es befanden sich 0,00DM in der Kasse - fing die Umsetzung des Neubaus im August 1966 an. Dank der finanziellen und materiellen Unterstützung der Stadt Pfungstadt und verschiedener Baufirmen, konnte die neue Unterkunft dennoch gebaut werden. An den Kosten für die Inneneinrichtung beteiligte sich auch der Landkreis Darmstadt.

1967

Durch einen kräftigen Zuschuss des Bundes konnten nun auch ein Fußboden und sanitäre Anlagen in die neue Unterkunft eingebaut werden. Zeitgleich wurde ein Geräteraum eingerichtet, um das wertvolle Material vor Feuchtigkeit zu schützen. 1967 gehörtem dem jungen Ortsverband schon 34 Helfer an.

1969

Im Jahr 1969 stand der Bau einer Fahrzeughalle auf dem Plan, welcher durch eine beachtliche Bezuschussung der Stadt Pfungstadt auch umgesetzt werden konnte. Auch haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs außerhalb ihrer Dienststunden den Ortsverband tatkräftig unterstützt.

Ergänzend zur Fahrzeughalle musste auch eine Unterbringungsmöglichkeit für grobes und sperriges Material, wie Bauholz, Steine oder Stahlseile geschaffen, werden.

1970

Am 6. Juni 1970 konnten endlich Unterkunft und Fahrzeughalle eingeweiht werden. Die zwei Gebäude stellten einen Wert von 155.000DM, davon wurden ca. 90.000DM in Eigenleistung durch die Helfer bewerkstelligt. Die fertige Fahrzeughalle bot Platz für sechs Fahrzeuge. Während der MLW des Ortsverbandes bereits einen festen Platz in der Fahrzeughalle besaß, wurden die fehlenden Fahrzeuge bei der Einweihung durch Spielzeugautos ersetzt.

Nach der Fertigstellung der Unterkunft und der Fahrzeughalle hatten die Helfer die Hoffnung, nun bald einen kompletten und voll einsatzfähigen Bergungszug in Pfungstadt zu haben.

1971

Schon ein Jahr nach der Fertigstellung der Fahrzeughalle konnte man sich in Pfungstadt über regen Zuwachs an Fahrzeugen freuen. Der Ortsverband wurde mit einem Gerätekraftwagen (GKW) und einem Mannschaftskraftwagen (MKW) ausgestattet. Mit den drei Einsatzfahrzeugen war somit eine solide Grundlage geschafften, um den Helfern eine gute Ausbildung bieten zu können.

Nachdem die baulichen Maßnahmen abgeschlossen, waren stand die Ausbildung der Helfer wieder an oberster Stelle. Um die Ausbildung noch besser und interessanter zu gestalten, rief man 1971 erstmals einen Wochenendausbildungslehrgang (WAL) ins Leben, welcher außerhalb des Ortsverbands stattfand. Nach dem ersten dreitägigen WAL in Michelstadt, bei dem der komplette Bergungszug völlig unabhängig arbeiten konnte, beschloss der Ortsverband solch einen WAL einmal jährlich zu veranstalten. Dies wird bis heute mit nur wenigen Ausnahmen durchgehalten.

1972

1972 war ein gutes Jahr für den Ortsverband. Das zehnjährige Bestehen des Ortsverbandes wurde gefeiert und die Anzahl der aktiven Helfer stieg auf 82 aktive Helfer an. Bei den Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen, wurde in der Unterkunft eine Fahrzeugschau mit verschiedenen Vorführungen veranstaltet, wie z.B. Brennschneiden, Bau eines Hängestegs, Bau eines Beslerstegs, Bau eines Wasserturms. So konnte der Ortsverband seine Leistungsfähigkeit demonstrieren.

Im selben Jahr nahmen viele Helfer an Fachdienst- und Führungsdienstlehrgängen in den Bundeskatastrophenschutzschulen in Ahrweiler und Hoya, sowie an der Landeskatastrophenschutzschule in Johannisberg teil. Um die Ausbildung so vieler Helfer auf eine solide Grundlage zu stellen, besuchten sogar 13 Helfer gemeinsam einen Truppführerlehrgang.

1974

Am 15. Mai 1974 wurde dem Ortsverband ein Feldkochherd übergeben. Seitdem sorgt ein Verpflegungstrupp für das leibliche Wohl der Helfer. Mit dem Feldkochherd konnte der Verpflegungstrupp vielfach in Pfungstadt und Umgebung sein Können unter Beweis stellen.

1975

Eine Delegation aus überaus engagierten Helfern schließt sich zusammen und gründet den Verein der Freunde des THW-Pfungstadt e.V.. Damit war der Förderverein in Pfungstadt bundesweit einer der ersten Helfervereine.

1977

Zwei schwerwiegende Veränderungen kennzeichnen noch Heute das Jahr 1977. Der Ortsbeauftragte Wilhelm Felgendreher, der dieses Amt seit der Gründung des Ortsverbandes inne hatte, stellte sein Amt zu Verfügung und Karl-Heinz Roßmann wurde der neue Ortsbeauftragte für den Ortsverband Pfungstadt. Außerdem gründete der Ortsverband 1977 eine Jugendgruppe, die schon bei ihrer Gründung eine stattliche Stärke von 18 Jugendlichen hatte. Erfreulich war auch, dass der Ortsverband sein viertes Kraftfahrzeug erhielt. Es wurde ein VW-Bus beschafft, der als Führungsfahrzeug diente. Der Landkreis beschaffte noch im selben Jahr drei Sprechfunkgeräte des Typs FuG 10, womit der Zugführer nun bestens für den Einsatz gerüstet war.

1979

Auch 1979 war ein erfolgreiches Jahr für den Ortsverband. Vom Verein der Freunde des THW und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg wurde ein weiterer VW-Bus beschafft, dieser war nun hauptsächlich für Versorgungsaufgaben vorgesehen.

An Pfingsten 1977 fand in Solms das erste Zeltlager der THW-Jugendgruppen statt. Die Jugendgruppe aus Pfungstadt nahm selbstverständlich begeistert daran teil.

Im selben Jahr fand in Arnsberg ein Bundesleistungswettkampf statt, bei dem unsere Jugendgruppe den dritten Platz errang. Dies ist umso beachtlicher, da die Jugendgruppe zu diesem Zeitpunkt erst zwei Jahre bestand.

Neben all den erfreulichen Geschehnissen wurde aber auch der Ruf nach mehr Platz immer lauter, denn es geschah woran vor wenigen Jahren noch niemand zu glauben gewagt hätte. Der Ortsverband wuchs so schnell, dass die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten, um die Ausbildung aller Gruppen parallel durchführen zu können. Daher wurden nun verschiedene Ausbildungstage eingeführt: donnerstags wurde die Zugausbildung durchgeführt, freitags gehörte die Unterkunft der Jugendgruppe und samstags fanden Grundausbildung und Fachausbildung statt.

Die Räumliche Situation und die „auseinandergerissene“ Ausbildung waren aber äußerst unbefriedigend. Am Jahresende reifte somit der Beschluss, nochmals zu bauen.

1980

1980 wurde dem Ortsverband kostenlos ein Feldhaus überlassen. Das einzige Problem bestand nur darin, das dieses noch in Offenbach aufgebaut stand. An zwei Samstagen fuhr der gesamte Zug nach Offenbach und zerlegte das Haus fachgerecht, um es nach Pfungstadt zu transportieren. Zunächst wurde es in der Fahrzeughalle gelagert, bis im Mai 1980 die Erdarbeiten beginnen konnten. Während dem Aufbau wurde fast jeden Abend, aber sicher an jedem Wochenende gehämmert, gezimmert und natürlich auch geflucht, bis der Erweiterungsbau 1982 schlussendlich übergeben werden konnte. Wie in der Vergangenheit hatten auch diesmal die Helfer des Ortsverbandes den Erweiterungsbau fast komplett in Eigenleistung errichtet.

An Pfingsten, fand das zweite Jugendlager unter dem Namen „Heiner80“ in Pfungstadt statt. Dieses Lager wurde zu einem großen Erfolg für den Landesverband aber auch für den Ortsverband Pfungstadt.

1981

Am 22. Oktober 1981 wurde dem Ortsverband ein Mannschaftskraftwagen (MKW) übergeben- das erste Fahrzeug der neuen Baureihe. Mit diesen Fahrzeugen schien eine neue Ära anzubrechen.

1983

Schon zwei Jahre später, am 13. Juni 1983, wurde dem Ortsverband ein weiterer MKW übergeben. Nur zwei Monate später befand sich zu dem auch ein neuer GKW in den Händen des Ortsverbandes. Mit diesen zwei Kraftfahrzeugen wurden die 1971 ausgelieferten Fahrzeuge abgelöst. Jetzt war der Bergungszug in Pfungstadt eine gut ausgestattete Einheit seines Fachdienstes.

1985

Gegen Ende des Jahres wurde in Pfungstadt nach Absprache mit dem Landesbeauftragten eine Rettungshundestaffel in Pfungstadt aufgebaut. Somit konnten die Einsatzmöglichkeiten des Ortsverbandes noch weiter ausgebaut werden.

Zu diesem Zeitpunkt bestand der Ortsverband aus vier Bergungsgruppen, eine Bergeräumgruppe (1985 noch im Aufbau), ein Verpflegungstrupp, ein Versorgungstrupp, ein Materialerhaltungstrupp, eine Rettungshundestaffel und eine Jugendgruppe. Insgesamt waren das über 100 Einsatzkräfte.

1986

Das Jahr 1986 warf einen dunklen Schatten auf den Ortsverband. Der von allen Helfern überaus geschätzte Ortsbeauftragte Karl-Heinz Roßmann verstarb. An seiner Stelle übernahm Franz Geißler die Funktion des Ortsbeauftragten und damit eine schwere Aufgabe, da der tot von Karl-Heinz Roßmann noch an allen Helfern nagte.

Im selben Jahr wurde die SEEBA (Schnelle Einsatzeinheit Bergung Ausland) vom THW aufgestellt. Diese Einheit soll vor allem nach Erdbeben zum Einsatz kommen. Der Ortsverband in Pfungstadt ist in dieser Einheit mit 13 Helfern vertreten.

Ein weiteres Kraftfahrzeug wurde 1986 dem Ortsverband übergeben. Ein Radlader vom Typ Zettelmeyer 1801 ist nun Bestandteil des Fuhrparks im Ortsverband Pfungstadt. Damit konnte der Bergungszug um die Räumkomponente erweitert werden.

1987

"In den ersten 25Jahren mussten wir uns glücklicherweise keinen gossen Katastrophen stellen. Unsere Einsätze beschränkten sich auf überschaubare Schadensfälle, wie Hochwasser der Modau, Unwetter, Unterstützung bei Brandeinsätzen.", so endete vor 25 Jahren die Chronik des THW Pfungstadt. Unglücklicherweise konnte man das nicht mehr lange behaupten, denn als im Juli 1987 ein Tanklastzug beinahe ungebremst in die kleine Stadt Herborn raste, stand der erste große Einsatz für das THW Pfungstadt kurz bevor. Hier konnte die Rettungshundestaffel zum ersten Mal ihr können unter realen Bedingungen unter Beweis stellen.

1990

Das Jahr 1990 beginnt mit tragischen Ereignissen. Anfang Februar stoßen zwei S-Bahnen frontal in Rüsselsheim zusammen. Schon wenig später sind auch Einsatzkräfte aus Pfungstadt vor Ort, um die Rettung und Bergung zu unterstützen.

1999

Am 05. Februar 1999 erschüttert eine heftige Explosion die Erde in Alsbach, kurze Zeit später wird auch der OV Pfungstadt mit dem Radlader alarmiert, um die umherliegenden Trümmer zu beseitigen. An diesem Einsatz waren rund 250 Einsatzkräfte, davon 90 THW Einsatzkräfte aus Pfungstadt, Darmstadt, Ober-Ramstadt und Viernheim beteiligt.

2000

Anfang 2000 ereignete sich der bisher größte Einsatz für die SEEBA-Kräfte aus Pfungstadt. Kurz nach Weihnachten wütete der Orkan Lothar über Frankreich, dies hatte zufolge, dass über fünf Millionen Häuser ohne Strom waren. Dem Hilferuf der französischen Regierung kam das THW mit über 35 Einsatzfahrzeugen, großen und kleinen Notstromaggregaten, Scheinwerfern, Stativen etc. und rund 200 THW Einsatzkräften, darunter auch Helfer aus Pfungstadt nach.

2001

Gasexplosion Reinheim

Mitte des Jahres erschüttert eine heftige Explosion die Stadt Reinheim. Im späteren Einsatzgeschehen wird auch das THW-Pfungstadt alarmiert, um bei der Ortung und der späteren Beseitigung der Trümmer zu helfen.

2002

Im August 2002 ereignete sich der bis Dato größte Einsatz in der Geschichte des THW. Das THW war mit über 24.000 Helfern an der Elbe im Einsatz, darunter auch zahlreiche Helfer des OV-Pfungstadt.

2003

Knapp ein Jahr nach dem Elbehochwasser entsendet die THW Leitung rund 1300 Einsatzkräfte mit 40 Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen, Elektroversorgung, sowie Führung und Logistik nach Südfrankreich um dort bei der Hochwasserbekämpfung zu helfen. Auch bei diesem Einsatz waren SEEBA Helfer aus Pfungstadt dabei.

Im August wird die Fachgruppe Räumen zu einem schweren Waldbrand nach Bickenbach alarmiert. Da das Einsatzgebiet fern ab von sämtlichen Hydranten liegt, hat die Fachgruppe auch hier wieder die Aufgabe das brennende Holz so zugänglich zu machen, dass die Feuerwehr möglichst effizient löschen kann.

2004

Nach 18 Jahren im Amt des Ortsbeauftragen, stellt Franz Geißler sein Amt zu Verfügung. Thomas Dexheimer wurde zum neuen Ortsbeauftragten für Pfungstadt gewählt.

2007

Reifenlagerbrand

Es ist der 30. August 2007, seit 16:30Uhr machen sich dunkle Rauchschwaden über dem Industriegebiet von Pfungstadt breit. Ein rund 300 mal 200m großes Reifenlager steht komplett in Flammen. Es dauert nicht lange, bis die Pfungstädter Feuerwehr das THW Pfungstadt mit dem Radlader alarmiert. Im späteren Verlauf des Einsatzes werden noch die Fachgruppe Räumen aus Bensheim und die Fachgruppe Elektroversorgung aus Darmstadt alarmiert. Insgesamt waren über 700 Helfer von den THW Ortsverbänden Pfungstadt, Bensheim, Darmstadt, Ober-Ramstadt, Groß-Gerau und Mannheim, Feuerwehr und DRK im Einsatz.

2008

Die Fachgruppe Räumen wird zu einem großen Scheunenbrand nach Brensbach alarmiert. Nachdem THW-Bauchfachberater die Halle für akut einsturzgefährdet erklärt haben, rückt die Fachgruppe Räumen aus Pfungstadt am Einsatzort an, um die Halle und die noch brennenden Getreideballen abzutragen, damit die Feuerwehr den Brand komplett löschen kann. Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte vor Ort, davon rund 30 THW Einsatzkräfte.

2009

Das Jahr 2009 fängt mit einem Scheunenbrand an. Am 13. Januar 2009 wird der Ortsverband Pfungstadt alarmiert, um die Feuerwehr bei den Löscharbeiten zu unterstützen und das Einsatzgebiet weiträumig auszuleuchten. Dazu wurde der Ortsverband Ober-Ramstadt alarmiert, der OV-Darmstadt stand in Rufbereitschaft.

Am Abend des 30. November wird der Ortsverband Pfungstadt alarmiert. Zuvor sackte in der Sandstraße aufgrund von Bauarbeiten an den Versorgungsleitungen die Wandfassade eines Mehrfamilienhauses ab. Mit rund 20 Helfern galt es nun so schnell wie möglich, das einsturzgefährdete Haus abzustützen.

2010

Das Sturmtief Xynthia machte mit Sturmböen von bis zu 115km/h auch vor Pfungstadt kein halt. So wurde natürlich auch der Ortsverband Pfungstadt zum Einsatz gerufen. Zunächst galt es, eingedrückte Scheiben zu sichern und zu verschließen. Doch wenig später splitteten sich die im Einsatz agierenden Helfer in mehrere Gruppen auf, um an insgesamt sieben verschiedenen Einsatzstellen in Pfungstadt und Griesheim, Bäume zu fällen und Häuser abzu sichern.

Gegen Ende des Jahres werden die Fachberater des OV Pfungstadt alarmiert und in den Stadtteil Pfungstadt Hahn geschickt. Zuvor hat ein Statiker ein Haus in Hahn für einsturzgefährdet erklärt.

Stadtbrandinspektor Werner Koch und unsere Fachberater beschließen gemeinsam, dass gehandelt werden muss. Also wird der Technische Zug des OV Pfungstadt alarmiert, um das Gebäude abzustützen. In enger Zusammenarbeit mit den Helfern der Feuerwehr Pfungstadt und Pfungstadt West, konnte das Haus mittels großer Kanthölzer abgestützt werden.

2011

Brand in Dieburg

Am Abend des 22. Februar 2011 wird die Fachgruppe Räumen des Ortsverbandes Pfungstadt nach Dieburg alarmiert. In Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Räumen aus Groß Gerau wird ein Fachwerkhaus in der historischen Altstadt Stück für Stück abgetragen, da es durch ein heftiges Feuer zerstört wurde. Die Räumarbeiten mussten immer wieder eingestellt werden, da nach und nach weitere Brandherde zum Vorschein kamen. Insgesamt waren rund 25 Helfer aus Pfungstadt im Einsatz.

Nur knapp acht Wochen später wurde die Fachgruppe Räumen erneut alarmiert, dieses mal vom THW Groß Gerau. Auf dem Kühkopf brannte eine Scheune komplett nieder. Die Aufgabe der Fachgruppe Räumen bestand darin, das noch brennende Getreide auseinander zu ziehen und die noch stehenden Gebäudeteile sicher abzutragen, damit die Helfer der Feuerwehr den Brand sicher bekämpfen konnten.

Dieser Einsatz sollte der letzte Einsatz für den Radlader in Pfungstadt sein. Nachdem er in den 26 Jahren dem OV Pfungstadt immer treue Dienste geleistet hat, musste er nach Bensheim abgegeben werden, da der dort dislozierte Radlader ausgesondert wurde. Nun wartet die Fachgruppe Räumen sehnsüchtig auf den versprochenen Teleskoplader, um wieder voll einsatzfähig zu sein und neue Einsatzmöglichkeiten zu erproben.

Zum Ende des Jahres bekommt der Ortsverband einen neuen GKW 1, somit steht nun auch in Pfungstadt der erste Gerätekraftwagen der neuesten Generation.

 

Verfasser / Thorsten Flicker 

 

 

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2012

Tag der Rettungskräfte

Das Jahr unseres 50 Jährigen Jubiläums. Am 01.07.2016 fand die offizielle akademische Feier, anlässlich der Gründung am 01.04.1962 statt. Abgerundet wurde das Jubiläumsjahr dann mit einem Tag der Rettungskräfte am 19.08.2016 in der Unterkunft und den angrenzenden Straßen.

2013

Hochwassereinsatz Magdeburg
Bereitstellungsraum in Magdeburg

Das Jahr der neuen Jahrhundertflut. Weite Teile Ostdeutschlands wurden nach heftigen Regenfällen durch ein Hochwasser betroffen. Auch 7 Helfer aus dem Pfungstadt machten sich im Juni auf den Weg ins Krisengebiet. Einsatzstelle war Magdeburg zusammen mit einem Verband aus HERPSL. Aber auch Südhessen war betroffen. So waren bereits Ende Mai zahlreiche Helfer am Rhein im Einsatz um Sandsäcke zu füllen.

Zur Jahresabschlussveranstaltung dann die ersehnte Mitteilung, das neue Bergeräumgerät, ein Liebherr Radlader kommt in den Ortsverband. Noch Mitte Dezember wurde das neue Mitglied in Frankfurt abgeholt.

2014

Verabschiedung von Thomas Dexheimer als Ortsbeauftragter
das neue Bergeräumgerät

Die Einsatzbereitschaft des neuen Bergeräumgerätes steht in diesem Jahr im Mittelpunkt. Darunter die Beschulung der Fahrer und der Fachgruppe Räumen am Umgang mit dem neuen Gerät. Der erste Einsatz soll aber noch etwas auf sich warten lassen.

Führungswechsel an der Spitze des Ortsverbandes. Thomas Dexheimer stellt nach 10 Jahren als Ortsbeauftragter sein Amt zur Verfügung. In einer Neuwahl wird sein langjähriger Stellvertreter zum neuen Ortsbeauftragten gewählt. Daniela Poth wechselt von der Zugführung in den Stab als stellv. Ortsbeauftragte. In einer offiziellen Verabschiedung am 2.10. erhält Thomas seine Abberufung und das Ehrenzeichen in Bronze.  

2015

Das Flüchtlingsjahr 2015 ging auch am OV Pfungstadt nicht vorbei. In der zweiten Jahreshälfte wurden mehrere Unterstützungseinsätze in Darmstadt und dem Landkreis Groß-Gerau gefahren. Die größte Herausforderung jedoch war die Beherbergung von Bundeswehrsoldaten in der eigenen Unterkunft über mehrere Wochen.

Zudem konnte der Radlader nach erfolgreicher Ausbildung der Helfer seine ersten Einsatzstunden bei Scheunenbränden verbuchen.

2016

Der neue Tieflader
Dachstuhlbrand in Griesheim

Ein eher ruhiges Jahr für den Ortsverband, nachdem 2015 doch viele Einsätze gefahren wurden. Zeit, um die Ausstattung im OV zu überprüfen, auszusondern und fehlendes Material neu zu beschaffen.

Ein kleines Highlight gab es kurz vor Weihnachten. Zwei Helfer machten sich auf den Weg nach Brandenburg, um einen neuen Tieflader für die Fachgruppe Räumen abzuholen.

In der Weihnachtsnacht wurde zudem ein Dachstuhl nach Brand in Griesheim abgedeckt.

2017